Kleines Rotkehlchen

Fastelovend – Eine lange Geschichte

Luftschlange_R_B_by_Tim Reckmann_pixelio.de

Tim Reckmann/ Pixelio.de

Der Kölner Karneval ist berühmt berüchtigt. Wie passend, dass er jetzt wieder vor der Tür steht!

Bereits die Römer feierten in ihrer Provinz am Rhein ein Frühlingsfest zu ehren der Götter Dionysos und Saturn. Auch die Germanen kannten zur gleichen Zeit das Fest der Wintersonnenwende, zu dem die Winterdämonen ausgetrieben wurden. Die Christen übernahmen später die heidnischen Bräuche, um während der Fastnacht die vorösterliche Fastenzeit einzuläuten. Geboren wurde der Karneval als Straßenfest und noch heute ist der Straßenkarneval das Herzstück der närrischen Tage.

Erst im 18. Jahrhundert kamen sogenannte Redouten nach venezianischem Vorbild auf. Masken- und Kostümbälle die meist in adligen Häusern stattfanden. 1736 ist ein solcher zum ersten Mal in einem Adelshaus am Neumarkt belegt. Unter französischer Besatzung  ließ man die Bürger nach dem Motto: de faire son tour ihre Feierlichkeiten abhalten erst unter dem Preußen wurde der Karneval durch bestimmte Vorschriften geregelt.

1823 entstand das Festordnende Komitee und der Held Karneval aus dem später der Prinz des Karneval wurde. Am 10. Februar desselben Jahres fand der erste Rosenmontagszug statt. Damals wurden keine Kamelle geschmissen. Kleine Geschenke wurden brav von Adjutanten des Held Karneval an die Menge verteilt. Erst ab dem 19. Jahrhundert werfen auch die anderen Gruppen Süßigkeiten. Fastelovend wird schriftlich zum ersten Mal am 05.März 1341 in einem Ratsbeschluss erwähnt. Hier verpflichten sich die Ratsherren kein weiteres Geld mehr aus der Staatskasse „zu vastavende“ zu geben. Scheinbar waren die Stadtkassen schon immer knapp.

Bleibt nur noch zu sagen: Fastelovend zusammen und drei mal Alaaf! Macht euch schöne, närrische Tage!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 26. Februar 2014 von in Allgemein, News.
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